Peer Reviews
Peer Reviews sind ein zentrales Element der „Offenen Methode der Koordinierung“ (OMK) für Sozialschutz und soziale Eingliederung. Sie bieten die Möglichkeit, eine offene Diskussion über Politikansätze für Sozialschutz und soziale Eingliederung in den verschiedenen EU-Mitgliedstaaten zu führen, und fördern wechselseitige Lernprozesse zwischen diesen Ländern.
Jeweils ein Land fungiert als Gastgeber einer Peer Review.
Das Gastgeberland kann ExpertInnen der Europäischen Kommission, anderer Länder (Peer Länder) und relevanter Interessensgruppen ein ausgewähltes „bewährtes Verfahren“ – ein neues Programm, eine politische Reform oder eine institutionelle Regelung, die in dem Nationalen Bericht über Strategien für Sozialschutz und soziale Eingliederung des jeweiligen Landes enthalten ist – vorstellen. Ziel ist es, die Politik zu bewerten, ihre Wirksamkeit im einzelstaatlichen Kontext zu prüfen, festzustellen, inwiefern sie zu den Gemeinschaftszielen beiträgt, sowie Schwachstellen aufzudecken – insbesondere durch das Lernen aus „bewährten Verfahren" anderer Länder – und zu untersuchen, ob sie in wirksamer Weise auf andere Mitgliedstaaten übertragen werden kann.
Das Gastgeberland kann die Peer-Review-Seminare auch dazu nutzen, die Meinung von ExpertInnen anderer Länder einzuholen, um in Hinblick auf die Vorbereitung einer wichtigen politischen Reform im Bereich Sozialschutz und soziale Eingliederung (bzw. eines neuen Programms oder einer neuen institutionellen Regelung) Erkenntnisse zu sammeln. Ziel ist es in diesem Fall, „bewährte Verfahren“ anderer EU-Länder zu nutzen, um die Effizienz der jeweiligen Reform zu verbessern.
Weitere Informationen dazu, wie die Peer Reviews organisiert sind und wie die Länder und Politikansätze ausgewählt werden, finden Sie im Leitfaden.


